Life of a Camper Family

Moliets et Maa –     Seit Sonntag haben wir unser kleines Zuhause auf dem Campingplatz Saint Martin in Moliets am Meer. Nur ein Katzensprung über die Düne, dann sind wir schon am traumhaften Strand des Atlantiks. Die Tage fliegen dahin, wir haben schon Bergfest gehabt. Trotzdem bleiben uns noch zwei hoffentlich tolle Wochen mit den Kindern hier in Frankreich.

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Es gibt eigentlich gar nicht so viel Spannendes zu berichten, keine wilden Abenteuer, kein Skydive, keine Gletscherwanderungen oder Treckingtouren auf hohe Höhen. Unser kleines Camperleben gestaltet sich doch etwas ruhiger, auch wenn wir jeden Abend völlig geschafft ins Bett fallen und uns allabendlich fragen, warum wir eigentlich so fertig sind. Die Mädels halten uns ununterbrochen auf Trab! Helle schlägt zwischen 6.30 und 7.00Uhr die Augen auf, bis diese um 10.00Uhr (wenn andere Camper gerade erst ihren ersten Kaffee auf dem Frühstückstisch stehen haben) totmüde wieder zufallen. 1,5 Stunden durchatmen für Mami, die die Auszeit seeeehr genießt. 😉 Danach geht es wieder rund. Wenn andere Camper gerade das letzte Croissant ihres Frühstücks verspeist haben, schreit das erste Kind bei uns schon wieder nach Mittagessen. Mama kocht, oder mal wieder Pain Rustique mit Tomatenthunfisch. Dazwischen ständige Fragen wie „Mama, ich hab Hunger, kann ich nen Lolli??“ Ebba schafft es tatsächlich viertelstündlich nach einem Lolli oder anderem Naschen zu fragen. Auch auf meine Erklärung hin, dass ein Lolli bei Hunger nicht hilft…nein…dann will ich eben gar nichts. Vorgestern war unser „Jasagertag“. Jede Frage von Ebba wurde mit JA beantwortet…Ergebnis des Tages war ein völlig überdrehtes Kind mit Zuckerflash (nach 5 Lollis) und Leo Lausemaus in der Dauerschleife, sprich Ebba den ganzen Tag mit Kopfhörern und Handy in der Hand, zwischendurch noch ne Runde Sendung mit der Maus auf dem iPad und nicht selber laufen müssen sondern geschoben werden in Helles Karre – und trotzdem war die Laune am Abend bescheiden…nicht nur bei Ebba. Ich fands blöd, dass mein Kind lieber den Tag mit Leo Lausemaus verbringt als mit ihren Eltern. Nils meinte  „Lass sie doch, wenn sie so gerne möchte.“ Da denkt man, das Kind würde einem abends um den Hals fallen und sagen, toll Mama, danke, das war ein ganz super toller Tag. Nein, stattdessen bekommt man noch ein „Und dich lade ich gar nicht mehr zu meinem Geburtstag ein!!“ um die Ohren geworfen, wenns nach dem Zähneputzen keinen 6. Lolli mehr gibt. Jippi…toller Urlaub. Helle ist da schon etwas genügsamer. Hauptsache sie bekommt zwei Mal am Tag ihr Schläfchen und zwischendurch ihr Obst. Wir haben einen richtigen kleinen Obstjunkie. Sie verputzt zum Frühstück lieber 2 große Nektarinen als ein Croissont zu essen. Besser so als andersrum 😉 Nur Autofahren ist nicht so Helles Ding, leider. Da muss die Maus nun aber durch… Sonntag gehts wieder auf die Bahn.

In den letzten Tagen waren wir viel in der Umgebung von Moliets unterwegs. Wir müssen es ausnutzen, dass wir einen Stellplatz haben, bei dem das Ein- und Ausparken vor dem Zelt mit Einfädeln der Kederschiene so einfach ist. Wochenmarkt in Léon, Shopping in Hossegor, Waschtag in Soustons, Picknick am Lac de Léon, Muschelsuchen am Strand, Sandburgen bauen und Kiten!! Ja, der Wind war da. Nur kurzzeitig, aber zumindest war Nils ein Mal draußen und hat die Wellen genossen.

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Und weil kein Wind ist, gehört nun ein cooles blaues Skateboard zu unserer Familie.

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Abends, Helle schläft, ich bringe Ebba grad ins Bett, sagt Nils „Floh, ich geh mal ne Runde Skaten am Strip!“ Worauf ich noch eine weitere Geschichte „Meine kleine Hexe Marinella“ gefolgt von „Conni geht in den Kindergarten“ zum Besten gebe… gääähn. Zwischen 21.00 und 22.00Uhr hat dann auch Kind Nr.2 die Augen und den Schnabel geschlossen…Wo steht mein Glas Wein?? Was haben wir heute eigentlich gemacht, dass wir so fertig sind??

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Leider hat Ebba hier noch keine Freundin in ihrem Alter gefunden, die Deutsch spricht. Die kleine Juli aus Hamburg ist weiter gen Süden gereist, bevor die beiden überhaupt warm geworden sind. Umso mehr vermisst Ebba ihre daheimgebliebenen Freundinnen. „Mama, darf ich Cleo Smileys schicken? Bitte!!“ Cleos herzerwärmende Antwort Sms vor zwei Tagen: „Wenn Ebbi wieder da ist, spiele ich nur noch mit ihr – das ganze Jahr!“ Bis zu diesem Urlaub dachte ich, Kinder würden es so genießen, mit Mama und Papa mal ganz viel Zeit zu verbringen, keiner muss zur Arbeit und alle machen alles zusammen. Pustekuchen, die ist froh, wenn sie endlich wieder in die Kita darf und ihre Freundinnen zum Spielen um sich hat. Tränen in meinen Augen… Naja, wir gehen mal davon aus, dass Ebba diese 6 Wochen Campingtour für immer in ganz toller Erinnerung behalten wird und ihren eigenen Kindern später davon berichten wird. Oder ist das eher unrealistisch?

Wie gesagt, Sonntag geht es wieder los, Schluss mit faul rumliegen in der Sonne, ab in die Pyrenäen! Mal sehen, was wir unseren Mäusen entfernungsmäßig so zumuten können, aber wir wollen unbedingt noch etwas sehen, bevor es in zwei Wochen wieder gen Heimat geht ins kühle Hamburg. Derzeit ist es hier unten nämlich richtig schön sommerlich, nicht zu heiß, zwischen 25 und 35 Grad, immer ein Lüftchen und abends angenehm kühl. Da möchte man gar nicht an 15 Grad und Regen in HH denken.

Und da war er dann doch noch mal der Wind… :-)

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Hier noch ein paar Bilder der letzten Woche: Contis-Plage & Moliets et Maa :-) 

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Nice Cars…

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Helle ist fleißig am Laufen…sie übt jeden Tag, egal wo, am liebsten auf dem Wellenreiter 😉

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Bis demnächst…Floh

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